Die ersten Anfänge einer Stammfolge des westfälischen Geschlechts Delius sollen in einer verlorengegangenen, im Besitz des Bremer Zweiges befindlichen Familienbibel verzeichnet gewesen sein.

Der Gedanke, eine Stammfolge aufzustellen, wurde dann weiter von Pastor Christoph Wilhelm Delius (1753—1804) zu Versmold (VI n) verfolgt, der in hinterlassenen Briefen lebhaft dafür eintrat. Den langjährigen Bemühungen von Rudolf Delius (1802—1859), Bielefeld (VIII s), von Karl Bansi, Minden in Westfalen, Ludwig Delius (1807—1866), Bremen (VII w), und besonders von Gottfried Delius (1802 bis 1886), Bielefeld (VIII q), ist es zu verdanken, daß die ersten tatsächlichen Grundlagen für eine Stammfolge gewonnen wurden. Diese Grundlagen durch jahrzehntelange, unermüdliche Nachforschungen vervollständigt und ausgebaut zu haben, ist das unvergessene Verdienst von Carl Albrecht Delius (1827—1915), Bielefeld (IX z), dessen Werk durch die eingehenden Forschungen und Schriften des Superintendenten Eberhard Delius (1835—1897), Valdorf (X b), ergänzt wurde. Erst hierdurch wurde es ermöglicht, an eine Drucklegung heranzutreten, die dann auf dem ersten Familientag zu Bad Oeynhausen im Jahre 1873 beschlossen und im gleichen Jahr verwirklicht wurde.

Seither wurden die Stammtafeln immer wieder in ergänzter Form neu herausgegeben. Wie sehr die Familie wuchs, zeigt die Zunahme der Stammtafeln in den Jahren von 1920 bis 1937. In diesen Jahren stieg die Anzahl der Stammtafeln von 29 auf 40. Seit 2001 liegt die 6. Ausgabe der Stammtafeln vor, diesmal in völlig neuer Aufmachung.